Vis Reddy-Paul Byrne

Leichter und robuster – neuer Standard bei Tragrollen

Hohe Qualität war vorrangig, als sich das australische Unternehmen PROK zur Entwicklung einer Tragrolle aus Verbundwerkstoff entschloss. Deshalb wandte man sich an SKF.

Text und fotos Miri Schroeter

Rillenkugellager

Zu behaupten, ein Produkt sei das Beste auf dem Markt, ist eine Sache. Aber diese Behauptung durch hohe Qualität und Langlebigkeit zu beweisen, ist aussagekräftiger. Unterstrichen wird ein solcher Beweis dann noch durch die Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Unternehmen, die die gleiche Einstellung zu Qualität und Service haben.

Fakten

PROK ist Teil von NEPEAN Conveyors und liefert Lösungen an zahlreiche Branchen, die Tragrollen und Bandtrommeln täglich in unterschiedlichen Anwendungen benötigen. Das Unternehmen mit Sitz im australischen Bayswater beschäftigt über 1.400 Mitarbeiter.

Mit 70 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Konstruktion und Fertigung von Förderkomponenten ist PROK ein Experte in dieser Sparte. Das Unternehmen hat Produktionsstätten in Australien, Deutschland, Schweden, Finnland, Südafrika, Chile und Brasilien, die insgesamt in 66 Länder liefern.

Als der australische Hersteller von Fördertechnikkomponenten PROK eine neue Tragrolle entwickeln wollte, wählte er SKF als Partner, um die angestrebte Qualität zu erreichen.

PROK beauftragte SKF, die Kompatibilität von Lagern mit speziellen, anwendungsoptimierten SMC Gehäusen (SMC = Sheet Moulded Composite) für Tragrollen theoretisch und praktisch zu untersuchen. SMC sollte in neuen Tragrollen zusammen mit SKF Rillenkugellagern verwendet werden.

Tragrollen aus Verbundwerkstoff

Tragrollen aus Verbundwerkstoff, ausgerüstet mit Rillenkugellagern von SKF.

Jahrzehntelange Erfolge in der Fördertechnik

Paul Byrne, Geschäftsführer von PROK, bezeichnet die Verwendung von hochwertigen Lagern in PROKs Produkten und die Zusammenarbeit mit Spitzenunternehmen als den richtigen Weg, um langlebige Lösungen für seine Kunden bereitzustellen.

Zusammenarbeit mit SKF

SKF Australien unterstützte das F&E-Team von PROK bei der Prüfung der Wechselwirkung zwischen dem SMC-Abschlussdeckel und den Rillenkugellagern, bei der Konstruktion einer Prüfanlage und bei verschiedenen Finite-Elemente-Analysen.

SKF arbeitet auch mit anderen Abteilungen von PROK, darunter mit der Bandtrommelfertigung in New South Wales sowie mit weiteren Standorten in Australien. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen hat zu einem Hochleistungsprodukt geführt: einer Tragrolle, die bei Zuverlässigkeit, Kosten, Effizienz und Langlebigkeit neue Maßstäbe setzt. Im Laufe des Prozesses hat sich erwiesen, dass es für Tragrollen einen effizienteren Werkstoff gibt als die herkömmlichen Metalle oder Kunststoffe.

„In den Betrieben, die wir beliefern, ist der Preis für das Produkt verglichen mit den Kosten für verlorene Durchlaufleistung sehr gering. Deshalb setzen wir auf Qualität und Zuverlässigkeit“, erklärt Byrne. „Die Zahlen stehen in keinem Verhältnis, wenn man ein paar Dollar an Lagern spart, riskiert man damit Produktionsausfälle im Wert von Hundertausenden Dollar.“

Als Hersteller von Bandtrommeln und Tragrollen muss sich PROK ständig an neue Branchenbedürfnisse anpassen. Ein Beispiel ist der jüngste Trend zu zuverlässigen, sicheren und langlebigen Komponenten aus Verbundwerkstoffen für die Fördertechnik. Für PROK sei es extrem wichtig, langfristig mit Lieferanten zusammenzuarbeiten. Nur so könne PROK seine Ziele erreichen.

Paul Byrne, Geschäftsführer von PROK.

Paul Byrne, Geschäftsführer von PROK.

Stark wie Stahl

Anfang 2000 entwickelten PROK und mehrere andere Unternehmen nichtmetallische Tragrollen als Ersatz für die Stahlkomponente. „Nichtmetallische Rollen haben eine Reihe von Vorteilen“, erläutert Byrne. „Vor allem reduziert ihr geringes Gewicht die mit manueller Handhabung verbundenen Risiken.“

Man spart ein paar Dollar an Lagern, aber riskiert damit Produktionsausfälle im Wert von Hundertausenden Dollar.
Paul Byrne, Geschäftsführer von PROK

Außerdem beschädigen nichtmetallische Rollen das Band nicht. Förderbänder arbeiten oft in einem stark verunreinigten Umfeld. Wenn Fremdstoffe in den Lagerhohlraum eindringen, kann das Lager blockieren. Die Folge ist, dass das Band über die Rolle schleift und dadurch beschädigt wird. Der Austausch eines Förderbands kann extrem kostspielig sein und verursacht zudem erhebliche Ausfallzeiten.

„Unter stark verunreinigten Einsatzbedingungen sind nichtmetallische Tragrollen besonders vorteilhaft“, ergänzt Byrne. „Sie haben allerdings in der Regel eine kürzere Gebrauchsdauer als ein Stahlprodukt. Die Anfang 2000 entwickelte Technologie ist bei vielen Anbietern immer noch im Gebrauch. Damals waren diese älteren Modelle gut, aber dieses hier ist heute besser. Es bietet einen sichereren Sitz für das Lager.“

Der SMC-Werkstoff ist leichter, dünner und fester als HDPE (High-Density Polyethylen), und seine Herstellung ist effizienter.

Tragrollen, fertig für die Auslieferung.

Tragrollen, fertig für die Auslieferung.

Ansprechpartner Verkauf

evolution@skf.com

„Alle früheren HDPE-Gehäuse wurden im Spritzgussverfahren hergestellt“, so Byrne. „Dieses Verfahren ermöglicht nicht die Präzision, die man mit dem neuen formgepressten Verbundwerkstoff erreicht.“

PROK erkannte eine Marktlücke und präsentierte nach umfangreicher Forschung die Tragrolle. Das Unternehmen wächst kontinuierlich und hat Expansionspläne für Asien und andere Teile der Welt. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, mit Herstellern zusammenzuarbeiten, die nicht nur hochwertige Lösungen bereitstellen, sondern auch den Lieferbedarf decken.

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