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Recycling als Kunst

Text Erik Aronsson Foto Jonathan Millar

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Die Garaventa-Seilbahn im kalifornischen Squaw Valley, wo 1960 die Olympischen Winterspiele stattfanden, wurde 1968 installiert. Kürzlich wurden die Pendelrollenlager in den Umlenkrollen des Förderseils und in der Seilscheibe ausgetauscht. Diese mittelgroßen Lager tragen eine Last von über 27 Tonnen.

Die ursprünglichen SKF Lager, die mehr als 40 Jahre lang treue Dienste geleistet hatten, wurden als vorbeugende Maßnahme durch neue SKF Lager ersetzt.

Aber wohin mit den alten Lagern? Jonathan Millar, ein Bediener der Seilbahn im Squaw Valley, hatte eine Idee. Er war 2004 nach Tahoe gezogen, nachdem er sein Mathematik-Studium an der Universität in New Hampshire mit einem Bachelor-Examen abgeschlossen hatte. Er wollte in ein Ski­gebiet ziehen, um so viel Skifahren zu können wie möglich.

„Schon bald bekam ich einen Job als Liftbediener und bin dort geblieben. Zurzeit bin ich stellvertretender Leiter.“

Millar schweißt seit einigen Jahren aus Schrauben und Muttern Skulpturen zusammen, die er in kleinen Kunst­läden vor Ort verkauft. „Ich beschloss, meine Skulpturen auf die Lager zu montieren und damit ein interaktives Werk zu schaffen, das der Kunst wirklich Leben verleiht“, sagt Millar.

Seine Kunstwerke sind hauptsächlich bei Riverside Studios zu sehen, einem Kunstladen im kalifornischen Truckee, aber auch in den Geschäften in Squaw Valley. Wer sich für das Nachleben eines ausrangierten Lagers interessiert, besucht am besten Millars Pinterest-Seite: www.pinterest.com/jonnym360/sports-nuts.

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