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Lieferkette

Die TGW Logistics Group im österreichischen Wels sorgt mit ihren Systemen und Lösungen für einen reibungslosen Materialfluss in den Distributionszentren der Welt.  

Text Michael Lawton Fotos Werner Krug

Explorer-Lager Andere Leistungen Transport und Logistik

Fakten

TGW Logistics Group

Sitz: Wels, Österreich, mit 14 Niederlassungen weltweit
Gegründet: 1969
Zahl der Beschäftigten: 1.700 weltweit, 1.100 in Wels
Umsatzerlös (2012/13): 388,9 Millionen Euro, Exportanteil über 95 Prozent
www.tgw-group.com

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TGW Logistics Group

Ansprechpartner Verkauf

Karl Heinz Aichhorn, Karl.Heinz.Aichhorn@skf.com

Distributionszentren spielen in modernen Lieferketten eine Schlüsselrolle.

Für den Warenfluss vom Hersteller zum Groß- und Einzelhandel braucht man technisch gut ausgerüstete Sammelstellen. In Distributionszentren, meist in Form von großen Lagerhallen, liegen riesige Mengen an Gütern, die auf ihre Auslieferung warten.

Der reibungslose Ablauf der dafür erforderlichen Prozesse ist das Hauptanliegen der TGW Logistics Group. Als einer der weltgrößten Anbieter und Hersteller von Materialfluss- und Lagerlogistiklösungen für Distributionszentren ist die TGW Logistics Group auch einer der größten Generalunternehmer weltweit.

„Wir fertigen integrierte Logistiksysteme und sorgen durch automatisierte Lösungen dafür, dass Distributionszentren effizienter werden“, sagt Geschäftsführer  Harald Schröpf.

In modernen Distributionszentren werden die eingehenden Waren in der Regel auf Förderbänder geladen. Mobile Kräne bringen sie von hier aus zu ihrem jeweiligen Lagerplatz, wo sie in Regalen abgelegt werden. Die Kräne bewegen sich rasch in diesem Labyrinth von Regalen, die bis zu 20 Meter hoch sein können. Beim Warenausgang läuft der Prozess umgekehrt ab.

TGW hat seinen Hauptsitz in Wels, Oberösterreich. Schröpf zufolge bietet das Unternehmen „ein komplettes Leistungspaket für das gesamte Distributionszentrum – von der Planung und Konzipierung über die Umsetzung bis hin zur Instandhaltung und Reparatur“.

Die Kunden von TGW sehen die Lösungen des Unternehmens als Möglichkeit, ihre Effizienzziele zu erreichen. So verlangte etwa die Modekette Esprit nicht einfach nur die Auslieferung der richtigen Waren an die einzelnen Läden, sondern auch, dass diese in einer speziellen Reihenfolge in Kartons verpackt werden sollten, um in den Geschäften das Auspacken und Einräumen in die Regale zu erleichtern.

„Wir schlugen vor, jeden Posten der Bestellung zu einer separaten Aufgabe zu machen. Am Ende sollte alles in einem Puffer gesammelt und in die richtige Bestellung einsortiert werden“, erklärt Schröpf.

Das war in erster Linie ein Software-Problem, und Software ist ein Kompetenzschwerpunkt von TGW.  Die Hardware war laut Schöpf eine weitere Herausforderung.

Die spanische Lebensmittelkette Mercadona wollte ein vollautomatisiertes System, das rund um die Uhr sieben Tage in der Woche  vom Paletteneingang bis zum Palettenausgang alles regeln würde, „sogar die Handhabung von Gefrierwaren“, erzählt Schröpf.

Für TGW-Einkaufsleiter Adam Schmidt-Krämer ist SKF mit ihren Explorer Pendelrollenlagern ein Garant für Qualität und Zuverlässigkeit. „Wir wissen, dass wir uns keine Sorgen machen müssen. SKF berechnet die voraussichtliche Nutzungsdauer, und darauf können wir uns verlassen“, betont er. SKF stellt durch eine umfassende Analyse sicher, dass für die jeweilige TGW-Anwendung das passende Lager mit optimierter Schmier- und Dichtungslösung zum Einsatz kommt.

TGW ist stolz auf seine Leichtbautechnik, die Energie spart und den Materialverbrauch reduziert. Die SKF Explorer Pendelrollenlager leisten einen weiteren Beitrag dazu. Karl-Heinz Aichhorn, Großkundenbetreuer bei SKF in Österreich, meint dazu: „Dank verbessertem Wälzlagerstahl und optimierter Innengeometrie haben die SKF Explorer Pendelrollenlager eine höhere dynamische Tragzahl  als vergleichbare Lager derselben Größe. Deshalb sind sie besonders gut für die hohen Lasten beim abrupten Anfahren und Abbremsen der Kräne geeignet.

„Die Beschleunigung  entspricht der eines Porsche Carrera“, fügt er hinzu, „auch wenn wir nicht auf dieselbe Höchstgeschwindigkeit kommen.“

 

TGW und SKF
Die Zusammenarbeit zwischen TGW und SKF begann 1995, kam jedoch erst 2002 mit dem Einsatz von SKF Explorer-Lagern richtig in Gang. Adam Schmidt-Krämer, Einkaufsleiter von TGW, erklärt: „Heute sind rund 85 Prozent unserer Lager aus der SKF Explorer-Leistungsklasse. Außerdem schreiben wir auch bei vielen Komponenten, die wir extern beziehen, SKF Lager vor.“

SKF Explorer-Lager bewältigen enorme Lasten, die entstehen, wenn ein 20 Meter hoher Kran anfährt und abbremst. Sie sind auch äußerst effizient, da dank ihrer relativ geringen Größe auch Gehäuse und Welle kleiner ausfallen. Dadurch spart man Gewicht und somit Energie.

Laut Schmidt-Krämer funktioniert die Zusammenarbeit mit SKF sehr gut: „SKF ist jederzeit erreichbar und immer bereit, auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen.“ Ein Beispiel dafür ist das GLE-Schmierfett, das SKF für ihre abgedichteten Pendelrollenlager entwickelt hat. Das Schmierfett ist für einen Temperaturbereich von –40 bis +150 Grad Celsius ausgelegt. Das bedeutet, das gleiche Standardlager kann für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden.

Karl-Heinz Aichhorn, Großkundenbetreuer bei SKF, schätzt die Offenheit von TGW gegenüber neuen Produkten. „Es ist eine partnerschaftliche Beziehung, die auf Vertrauen basiert, per Handschlag sozusagen“, meint er. SKF arbeitet zurzeit gemeinsam mit TGW an einer Reihe von neuen Produkten.

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