Ingenieurswissen

Umweltschonendes Waschen

Zwei SKF Ingenieure haben ein umweltverträgliches Verfahren zur Reinigung von Teilen in der industriellen Produktion mit Regenwasser als Reinigungsmedium ausgetüftelt.

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Zwei SKF Ingenieure haben ein umweltverträgliches Verfahren zur Reinigung von Teilen in der industriellen Produktion mit Regenwasser als Reinigungsmedium ausgetüftelt.

Günter Strasser, Leiter Industrial Engineering SKF Kegelrollenlagerfertigung in Schweinfurt, und Thomas Gawronski, Leiter Härterei SKF Werk Lüchow, haben ein neuartiges Flutreinigungsverfahren mit Regenwasser kombiniert.

Bei diesem innovativen Verfahren werden im Herstellungsprozess verölte Teile – anstelle einer energieintensiven Hochdruckwäsche – schwallartig von oben durch einen Lochkasten geflutet. Dazu bewegt eine spezielle Pumpe stündlich rund 200 Kubikmeter Wasser in einem geschlossenen Kreislauf. Das Öl wird laufend in einem Abscheider abgetrennt. Erst nach längerer Zeit muss wieder frisches Regenwasser nachgefüllt werden.

Damit die Reinigung nach dem Flutprinzip tatsächlich funktioniert, muss das Wasser sehr weich sein. Ursprünglich wurde das lokal vorhandene sehr harte Wasser in einer so genannten Osmoseanlage enthärtet, die nicht nur viel Energie, sondern auch Chemikalien benötigt. So entstand die Idee, hierfür Regenwasser zu nutzen, das von Natur aus sehr weich ist.

Es zeigte sich, dass bei Verwendung von Regenwasser keine Reinigungschemikalien notwendig sind und auch die Temperatur des Waschwassers abgesenkt werden kann, wobei eine gleichmäßigere Temperierung aller Teile erreicht wird.